Migration, ein europaweites ALG II, Commons und Mimesis. Ein Vorschlag zur Güte

Die ReferentInnen schrieben in ihrer Veranslaltungsankündigung:

"In dem Vortrag werden wir argumentieren, dass das Thema Migration

1) aktuell primär die Binnenmigration in Europa betrifft,

2) diese Migration weiter hoch bleiben wird und

3) erhebliche Folgen nicht nur in den Immigrations- sondern auch in den südöstlichen Emigrationsländern verursacht.

Wir verstehen dabei Migration politisch als Repräsentanz einer objektiven Krise der Kapitalakkumulation (aufgrund ihres eigenen Erfolgs), die in den Immigrationsländern im Wesentlichen nur durch sie, d.h. die Migration, erfahrbar wird, ökonomisch als Folge der Internationalisierung von Wertschöpfungsketten und individuell als Befreiungsversuch.

Weiter werden wir argumentieren, dass nicht die Migration das Problem ist, sondern ihre einseitige Gerichtetheit. In dieser Gerichtetheit zeigt sich das Makel von Unfreiheit: weg von Armut, ökologischer Krise und Krieg, hin in Richtung der vom Kapital etablierten Wertschöpfungskette. Eine Befreiung der Migration von diesem Makel setzt voraus, dass sozialstaatliche Standards und Commons über europäische Ländergrenzen hinweg verallgemeinert werden.

Weiter wird Migration ökologisch nur möglich bleiben, wenn Mobilität eine komplett andere energetische und gesellschaftliche Grundlage bekommt. Aus unserer Sicht sind politische Bündnisse für eine solche Veränderung und damit der Rettung von Migration gegenüber massiven Eingrenzungsversuchen zwar denkbar, allerdings nur dann, wenn eine einseitige Orientierung auf nationale Klassenpolitik ebenso aufgegeben wird wie eine sozial ignorante Orientierung auf progressive Individualisierung.


Eine ungefähre Zusammenfassung der Argumentation findet sich unter:
https://www.linkes-forum-oldenburg.de/images/Podiumsdiskussion_2m.pdf

und einige Kritiken dazu unter "Thesen zur Podiumsdiskussion"
www.linkes-forum-oldenburg.de/kapitalismus-theorie/308-marcuse-versuch-ueber-die-befreiung.html"

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