gegen Weihnachtsarbeit bei VION

Oldenburg, den 24.11.2017 – Ein Bündnis zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), CDA, ALSO, Kolping, Landesverband der Fleischbeschauer und KAB ruft am 

Sonntag, den 10.12.2017, 12.00 Uhr

zur Demonstration vor dem Werkstor der Firma VION in Emstek auf. Unterstützer und Befürworter dieser Demonstration ist auch Pastor Michael Heyer.

Zweck dieser Demonstration ist der Protest gegen das Ansinnen von den Schlachtbetrieben VION und Wernke, die am 2. Weihnachtstag arbeiten lassen wollen.

Alle Unterstützer dieser Demonstration fordern die Firmen Wernke und VION auf, ihre bereits genehmigte oder angedachte Produktion am 2. Weihnachtstag nicht zu starten.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft NGG geht es nur um wirtschaftlichen Profit. Und nicht wie im Fall Wernke beantragt um einen „unverhältnismäßigen Schaden“. Laut NGG-Geschäftsführer Matthias Brümmer geht es dabei ausschließlich um einen von den Schlachtbetrieben erwarteten Marktvorteil, um die Gewichtsverluste durch längeres Hängen (Lagern) der Schlachtkörper zu vermeiden.

Brümmer erklärt dazu: „Wenn vor Weihnachten die letzten Tiere geschlachtet werden, dann hängen sie einen Tag länger im Kühlhaus und verlieren mehr Wasser als üblich und somit an Gewicht. Das soll wohl verhindert werden.“ Brümmer rechnet vor: „Die Schlachthöfe rechnen damit, dass ohne Lagerung der geschlachteten Tiere kein Gewichtsverlust entsteht und somit ein höherer Preis auf dem Markt erzielt werden kann. In der bisherigen Praxis war es allerdings so, dass solche Gewichtsverluste eingeplant waren.“

Auch Frische und Qualität ist für den Oldenburger NGG-Geschäftsführer kein Thema: „Wenn die Tierkörper 24 Stunden länger hängen ist das sogar von Vorteil, denn das Produkt gewinnt durch den Reifungsprozess.“

Auch die Kirche ist entrüstet über die Arbeit am Weihnachtsfeiertag. Pastor Heyer aus Emstek sagte in Richtung Wernke und VION: „Schämt euch, wenn ihr Weihnachten für euren Profit verkauft.“

Alle Bündnisteilnehmer fordern die Einhaltung der Feiertagsruhe für die Beschäftigten in allen Schlachthöfen. Herbert Ahrens, Landesvorsitzender der amtlichen Fachassistenz (Fleischbeschauer) wirft dem Gewerbeaufsichtsamt übereifrigen Aktionismus vor. Ahrens dazu: „Bei einer korrekten Prüfung der Sachlage hätte die Gewerbeaufsicht zu einem anderen Ergebnis kommen müssen. Auch und gerade die Gewerbeaufsicht hat eine Genehmigung der Feiertagsarbeit absolut kritisch zu prüfen.“

Die NGG versuchte beim Gewerbeaufsichtsamt mehr über den Antrag der Firma Wernke herauszubekommen. Geschäftsführer Brümmer konnte aber nur feststellen, dass das ohne Erfolg geblieben ist. Laut Brümmer machte der zuständige Sachbearbeiter komplett dicht und verweigerte jedes inhaltliche Gespräch.

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