18.1.20: Demo für gute Landwirtschaft und faire Einkommen

Eine wesentliche Waffe im Krieg der Machthaber in Syrien gegen die Opposition war das Einkesseln und Aushungern der Bevölkerung in bestimmten Städten und Regionen. Aushungern funktioniert dann am effektivsten, wenn die Bauern dort zugleich gezielt bekämpft werden. Auf der anderen Seite bilden BäuerInnen die erste Abwehrlinie gegen dieses Mittel der Kriegsführung. So war es auch auf einem Plakat zu lesen, das auf der Demo mitgetragen wurde, übersetzt: "Die erste Verteidigungslinie im Widerstand gegen die Belagerung waren die Bauern und ihre Landwirtschaft."

Kleinbauern-Netz Via Campesina unterstützt in Syrien

Seit nunmehr gut 5 Jahren unterstützen Kleinbäuerinnen und -bauern aus vielen Ländern und das Netzwerk für Ernährungssouveränität in Syrien – "der 15. Garten" – den Widerstand in Syrien, u.a. indem Saatgut, auch alte in Syrien einst angebaute Getreidesorten, in die eingekesselte Regionen geschmuggelt und dort Gärten angelegt werden. Ca. 30 % der Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung konnte so wohl z.B. in Aleppo sicher gestellt werden. Diese Widerstandprojekte wurden auch von KleinbäuerInnen aus der Bundesrepublik nach Kräften unterstützt. Jedoch konnte auch das nichts daran ändern, dass zum einen Bäuerinnen und Bauern Zielscheibe des syrischen Militärs oder einzelner Milizen wurden wie auch die neu aufgebauten Bäckerein.

Demos vor der Botschaft Russlands

Jeden Samstag, 13 h, demonstrieren Geflüchtete aus Syrien vor der Botschaft Russlands in Berlin. Russland unterstützt den Krieg des Regimes in Syrien gegen die Bevölkerung mit seiner Luftwaffe. Bombardiert werden Schulen, Krankenhäuser, Märkte, Getreidelager. In ihrem Protest bleiben die syrischen DemonstrantInnen bisher beinahe allein.

 

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