Archiv 2022

Ernte? Hilfe! — Ein Theaterstück über Nahrung, Migration und Kapitalismus mit rumänischen Erntearbeiter*innen

Das partizipative Theaterstück "Ernte? Hilfe!" über Nahrung, Migration und Kapitalismus mit rumänischen Erntearbeiter:innen wird am 11.6.2022 in Oldenburg im cine k und am 12.6.2022 in Bremen im kukoon aufgeführt. Mehr Infos gibt es auf social media: instagram facebook.

Sprache: deutsch mit rumänischen Übertiteln.

Wie pflückst du einen Apfel? Wie erntest du Erdbeeren? Wie stichst du Spargel? Wie geht die Abschaffung der »modernen Sklaverei« in Deutschland?

Das Theaterstück und Social-Media-Projekt »ERNTE? HILFE!« erzählt die Geschichten rumänischer Erntearbeiter*innen in Deutschland über Arbeit und Liebe, über Kinder und Freiheit, über Ausbeutung und Rassismus, über Deutschland und Rumänien, über Rücken und Revolution. Rumänische Arbeiter*innen holen unsere vitaminreichsten Lebensmittel aus der Erde. Sie arbeiten auf unseren Feldern und kommen selten in unsere Städte. Sie ernähren uns und wir ignorieren sie. Sie mussten reisen, selbst als alle im Corona-Lockdown feststeckten. Sie gelten als moderne Sklaven. Doch warum ist das so? Warum stehen Menschen, die auf dem Feld arbeiten, immer noch am untersten Ende unserer Arbeits-Gesellschaft? Was müsste passieren, damit sich das ändert? Was würde dann mit uns geschehen?
»ERNTE? HILFE!« ist ein partizipatives Theaterprojekt. Es ist das erste Bühnenstück in Deutschland, bei dem rumänische Ernte-Arbeiter*innen auf der Bühne stehen.

Hier geht es zum Instagram-Account von »Ernte? Hilfe!«: https://www.instagram.com/ernte_hilfe/

Das bundesweite Erwerbslosenbündnis"AufRecht bestehen"  ( in dem auch die ALSO  aktiv ist ) und die Nationale Armutskonferenz haben in einer Pressekonferenz am 8.4.22 darauf hingewiesen, dass die in den letzten Monaten drastisch gestiegenen Preise, besonders bei Lebensmitteln, bei Heizkosten und Strom, den Lebensunterhalt für immer mehr Menschen unbezahlbar machen. Nötig seien nun gezielte Hilfen für arme Haushalte. Die bisher geplanten Maßnahmen der Bundesregierung seien höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein und würden nach dem Gießkannenprinzip verteilt. Das reiche bei weitem nicht aus.