ALSO in aller Kürze

Erwerbslose, die einen produktiven Umgang mit ihrer Erwerbslosigkeit entwickeln und sich gegenseitig in ihrem Alltag unterstützen wollten, haben 1982 im Anschluß an einen VHS-Kurs zur Erwerbslosigkeit die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V. gegründet.

Seit 1983 hat die ALSO Räume für das Arbeitslosenzentrum in der Kaiserstr.19, von 1988 bis 2003 gab es dafür Zuschüsse von der Stadt Oldenburg.

Von Beginn an hat sich die Sozialberatung - zunächst als Selbsthilfe, dann auch als Angebot für andere Erwerbslose - als Schwerpunkt der alltäglichen Arbeit herauskristallisiert.

Die zunehmende Arbeitslosigkeit, der verstärkte Sozialhilfebezug, verschärfte Sozialgesetzgebung und die häufig repressive Auslegung bestehender Gesetze durch die Ämter haben den Beratungsbedarf ständig erhöht. Daß die ALSO von so vielen Ratsuchenden genutzt wird, hängt auch mit der Organisation und Art der Beratung selbst zusammen: Sie ist parteilich und unabhängig. Es gibt keine Voranmeldungen oder Termine, zu den Beratungszeiten sitzen BeraterInnen und Ratsuchende gemeinsam in einem großen Raum. Diese Situation ermöglicht, daß Ratsuchende miteinander ins Gespräch kommen, sich gelegentlich gegenseitig helfen und die Erfahrung von Vereinzelung überwinden können.

Die Anforderungen an die Sozialberatung und die BeraterInnen steigen ständig, vor allem aber auch die Intensität der Beratungsgespräche. Die Stetigkeit dieser Arbeit hängt vor allem von der Möglichkeir ab, bezahlte Stellen einzurichten. Seit 2003 hat die Stadt Oldenburg die kommunalen Zuschüsse für die ALSO komplett gestrichen. Durch ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen und Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds konnten 3 Teilzeitstellen noch für einige Zeit finanziert werden. Ende 2004 zog sich auch das Land aus der Finanzierung zurück.

Doch ohne die regelmäßige Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte wäre weder der Beratungsbedarf auch nur halbwegs zu decken noch die hohe Qualität der Beratung zu halten.

Die ALSO versteht sich jedoch nicht als reiner Beratungsbetrieb. Die Beratung, die Aufschlüsse über die soziale Realität der Betroffenen und die Ämterpraxis eröffnet, ist auch Ausgangspunkt und Grundlage für sozialpolitische Kampagnen der ALSO.

Die ALSO mischt sich in sozialpolitische und kommunalpolitische Debatten ein, die die Lebensrealität von Erwerbslosen und SozialhilfebezieherInnen betreffen.

Daneben ist die ALSO in bundesweiten Zusammenschlüssen von Erwerbsloseninitiativen aktiv. Wir sind zu unterschiedlichsten Anlässen mit eigenen Aktionen präsent und auch auf den Europäischen Märschen gegen Erwerbsdlosigkeit, Armut und Ausgrenzung regelmäßig anzutreffen.

Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen runden das Angebot der ALSO ab und sollen dazu beitragen, das Arbeitslosenzentrum offen zu gestalten, und Interessierten unterschiedliche Anlaufpunkte bieten, in der ALSO mitzuarbeiten oder sie ennenzulernen.

 

Wesentlich genaueren Aufschluß über die Aktivitäten vermitteln die Chronik 1982 - 92
und der Tätigkeitsbericht 1992 - 98.

Und da die ALSO einen Großteil ihrer Arbeit auch über abzugsfähige Spenden finanziert, besonders nach dem Verlust städtischer Zuschüsse, die wir durch "Eigenmittel" ersetzen müssen – deshalb hier die Bankverbindung des "Vereins zur Förderung der Sozialberatung und Selbsthilfe in Oldenburg e.V.":

"SoSelbst", Kto.-Nr.: 1447410000
Oldenburgische Landesbank, BLZ: 280 200 50

Spenden-Bescheinigungen werden zum Jahresende verschickt

 
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01/2002