Willkommensfrühstück für Geflüchtete

Das Bild zeigt Begrüßung durch Evelyn und MousaIm Namen der ‚Alteingesessenen' begrüßte Evelyn Schuckart die neuen Bewohner im Stadtteil und eröffnete das Frühstücksbuffet. Die hier Betroffenen mussten aus dem Irak, Syrien, Iran und dem Sudan fliehen. Mousa Mazidi, der sich auch bei der Beratungs- und Bildungsstelle IBIS für Geflüchtete einsetzt, übersetzte in's Arabische und für die aus dem Iran stammendem auf Farsi.

Die ALSO lud ihre Gäste ein, sich zusammen mit ihr für wirklich demokratische Verhältnisse weltweit einzusetzen, in der alle Menschen ein Leben in Würde und ohne Angst um Leib und Leben führen können.

Ein Sprecher der Geflüchteten bedankte sich für die in Deutschland erfahrene Gastfreundschaft, insbesondere für das nette Beisammensein zum Frühstück und freute sich auf eine weitere Zusammenarbeit.

Wir von der ALSO wurden an diesem Vormittag mehrfach angesprochen, dass es besonders bemerkenswert sei, dass eine Initiative Arbeitsloser die Ankunft von Flüchtlingen begrüße.

Das hat uns schon ein wenig verwundert. Denn wiewohl wir mit großer Sorge erleben, dass Menschen unter nationalistischen oder religiösen Vorzeichen zunehmend auch in Deutschland verachtet, angegriffen und verfolgt werden, sehen wir jedoch nicht, dass diese Bedrohungen insbesondere von Arbeitslosen oder Geringverdienenden ausgehen bzw. diese dafür verantwortlich seien.

Vielmehr erleben wir z. B. in Gesprächen in der ALSO-Beratung die große Bereitschaft, Geflüchtete unter menschenwürdigen Verhältnissen willkommen zu heißen. Die ganz überwiegend von uns angetroffene Haltung ist, dass an keiner Stelle über Notlagen von Menschen hinweggesehen werden darf. Und den allermeisten, mit denen wir sprechen, ist ebenso klar, dass dort, wo z. B. das Jobcenter Notlagen ignoriert, keine Abhilfe dadurch geschaffen würde, dass Geflüchtete noch schlechter behandelt werden. Denn sie sind für hier immer wieder anzutreffende Unmenschlichkeiten nicht verantwortlich. Deren Ursachen sind einzig und allein in den Verhältnissen in der Bundesrepublik selbst zu finden und entsprechend abzustellen.

 

Das Frühstück nahm mit seinem weiteren Verlauf eher schon den Charakter eines Straßenfestes ein, Kinder machten sich gestalterisch den Fußweg zu eigen, für andere fand sich auch ein Fußball.

 

Leider war die Stadtverwaltung nicht in der Lage gewesen, die Straße für dieses Zusammentreffen kurzfristig abzusperren, doch konnte spätestens unser Hinweisschild den Vorwärtsdrang der Durchfahrenden bremsen.

 

 

Siehe auch: NWZ-Bericht

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