Warmwasserkosten, die Zweite

Wie wir unlängst hier dargestellt haben, steht denjenigen mit Bezug von Alg II oder Sozialhilfe Extra-Geld vom Amt zu, in deren Wohnung die Warmwasserbereitung über Strom läuft.

Das ist seit 2011 so, denn damals hat der Gesetzgeber entschieden, dass die Kosten für das Erwärmen des in der Wohnung verbrauchten Warmwassers nicht mehr aus dem Regelsatz zu bezahlen ist
(der "Regelsatz"  sind z. B. beim Alleinstehenden die monatlich im Berechnungsbogen des Alg-II- oder Sozialhilfebescheids zu findenden 391 €).

Das Faltblatt des Jobcenters Oldenburg (Stand Februar 2014, Abbildungen seht bitte unten; zum Herunterladen im Netz beim Jobcenter OL hier; PDF 1,1 MB) erklärt im Gegensatz zu dieser in § 21 Abs. 7 SGB II zu findenden Rechtslage, dass die Kosten für … Warmwasser bereits im Regelbedarf enthalten seien (seht unten auf dem zweiten Blatt). Diese Darstellung ist rechtsirrig. Vielmehr müsste in diesem Faltblatt erklärt werden, dass

  • Leistungsberechtigten für die Stromkosten der Warmwasserbereitung ein Zuschlag zusteht und
  • für den pauschalen Zuschlag z. B. der einfache Nachweis des Vermieters über die Art der Warmwasserbereitung in der Wohnung genügt.

Reicht dieser Zuschlag nicht aus, besteht bei Nachweis höherer Kosten auch ein Anspruch auf höhere Leistungen der Behörde. Bei Fragen kommt gern in unsere Beratung. Formulierungshilfen für Anträge an die Behörde findet Ihr in dem hier auf unserer Webseite eingestellten Beitrag.

Hier der Jobcenter-Flyer:

Bild des Faltblattes „Wohnen und Arbeitslosengeld II, Unterkunft und Heizung“ des Jobcenter Oldenburg, hier das DeckblattBild des Faltblattes „Wohnen und Arbeitslosengeld II, Unterkunft und Heizung“ des Jobcenter Oldenburg, hier das Blatt 2

 

Bild des Faltblattes „Wohnen und Arbeitslosengeld II, Unterkunft und Heizung“ des Jobcenter Oldenburg, hier das Blatt 3Bild des Faltblattes „Wohnen und Arbeitslosengeld II, Unterkunft und Heizung“ des Jobcenter Oldenburg, hier das Blatt 4

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