Versammlung, 25. April, 10 Uhr

Was wir dort tun wollen

Das Jobcenter ist für viele ein 'Buch mit sieben Siegeln', für andere eine bedrohliche, von Konflikten geprägte Einrichtung. Bei anderen laufen die Besuche dort glatt und reibungslos. Doch wenn wir Euren Antworten in unserer Befragung glauben, ist dies nicht selbstverständlich. Es sollte aber selbstverständlich sein. Denn in einem demokratischen Rechtsstaat sollte Fairness die oberste Leitlinie für staatliches Verwaltungshandeln sein, um so mehr, wenn es um die Leistungen geht, die das Existenzminimum von Menschen sichern sollen. Fairness heißt nach unserem Erachten, dass jede/r sein Anliegen unkompliziert vorbringen kann, dass niemand bei der Beantragung überfordert oder ausgetrickst oder von langen Warteschlangen abgeschreckt wird. Aber zur Fairness gehört sicher noch viel mehr…

Was haltet Ihr davon, Herrn Trautmann, dem Leiter des Oldenburger Jobcenters, diese Charta zur Unterschrift vorzulegen?

Aber was gar nicht geht wäre Menschen in finanzieller Not zu Bittstellern zu degradieren, statt sie als Träger sozialer Rechte zu achten und zuvorkommend, umgehend, umfangreich und angemessen zu beraten und ihnen die zustehende Unterstützung zu geben.
Wie dies nach Eurer Meinung aussehen sollte, welche Vorstellungen ihr davon habt, was ganz konkret im Oldenburger Jobcenter zu ändern wäre, wollen wir mit Euch zusammen überlegen und festhalten.
Und wir wollen auch überlegen, wie wir dies erreichen können. Also kommt zur Versammlung, stellt Eure Erlebnisse und Ideen vor, tauscht Euch darüber aus.

Ihr könnt unsere Vorbereitungsgruppe zu dieser Veranstaltung auch jetzt schon erreichen:
jeden Mittwoch ab 14.30 Uhr in der ALSO, Donnerschweer Str. 55, und seid zu deren Treffen herzlich eingeladen.
Eine "Charta der Selbstverständlichkeiten" haben Erwerbslosengruppen formuliert, stellen diese an vielen Orten zur Diskussion, wünschen sich diese als Grundlage einer neuen Selbstverpflichtung der Jobcenter. Den Charta-Flyer (schwarz-weiss, PDF, ca. 600 kb) könnt Ihr hier herunterladen.

Einige Ergebnisse unserer Befragung stellen wir auf unserem Flyer zur Versammlung kurz vor:

  • Mehr als jede/ Dritte geht mit einer negativen Einstellung zum Jobcenter
  • bei fast jede/m Vierten löst das Jobcenter Angst aus
  • fast jede/r Sechste geht mit Wut ins Jobcenter
  • mehr als die Hälfte versteht die Antragsformulare nicht
  • fast zwei Drittel verstehen die Bescheide nicht
  • mehr als die Hälfte findet die Beratungsqualität schlecht

Trifft davon auch etwas auf Dich zu? Wie geht es Dir?
Wir halten diese Situation für nicht länger hinnehmbar, für unzulässig allemal.
Diese auszusprechen scheint uns der erste Schritt, die Zustände zu ändern. Diese Aufforderung gilt für alle, für uns, für Euch, auch für die Mitarbeiter_innen des Jobcenters.

Kommt daher zur Versammlung, berichtet, diskutiert, macht mit:

 

Wir werben derzeit für Eure Beteiligung an unserer Versammlung. Vielleicht habt Ihr uns schon vor dem Jobcenter verteilen oder die Flyer auf den Tischen im ALSO-Zentrum gesehen. Ihr würdet uns auch helfen, wenn Ihr diese unter Bekannten und in der NAchbarschaft verteilen würde, eben überall dort, wo Ihr Menschen trefft, die Erfahrungen mit dem Jobcenter haben. Ihr könnt Euch gern Flyer zum Verteilen in der ALSO zu den üblichen Öffnungszeiten abholen.

Und so sieht der Flyer aus:

Vorderseiten:

Vorderseite des Flyers zur

Rückseite:

Rückseite des Flyers zur

Erstellt am:

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