Über 100 Mahnfeuer gegen Katastrophe am Milchmarkt

Das Bild zeigt ein schwarzes Transparent mit weißer Schrift Nach einem Aufruf des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter brannten am Abend des 17. August 2015 auf weit mehr als 100 Milchviehbetrieben in ganz Ostfriesland Mahnfeuer. Auch Firmen des vor- und nachgelagerten Bereichs beteiligten sich an dieser Aktion.

Das bild zeigt die Bauernfamilie vor einem Mahnfeuer und zwei Milchkuhfiguren in einer WiesenlandschaftDie Landwirte machten mit den Feuern auf die katastrophale Lage am Milchmarkt aufmerksam. Seit dem letzten Sommer ist der Milchpreis für die Landwirte um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand, fahren Verluste ein und können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Verursacht wird diese Situation durch einen starken Rückgang der internationalen Nachfrage nach Milchprodukten bei gleichzeitiger Steigerung der Produktion weltweit, aber vor allem auch in Europa nach dem Wegfall der Milchquote.

Das Bild zeigt im Hintergrund ein Mahnfeuer mit davor stehendem Schild: Bauern fordern einen fairen Preis: 50 Cent 

Diese Entwicklung war vorhersehbar, trotzdem sind manche Verbände, die Molkereien und auch die Bundespolitik anscheinend nicht darauf vorbereitet. Unabhängig von Größe oder Verbandszugehörigkeit brauchen die Milcherzeuger jetzt Lösungsansätze, wie die aktuelle Krise möglichst schnell beendet werden kann. Außerdem müssen solche existenzbedrohenden Krisen in Zukunft unbedingt vermieden werden.

 

Der BDM hat Konzepte für das Management von Marktkrisen entwickelt, die eine schnellere Markterholung bewirken könnten. Die anhaltende Verweigerung der Bundesregierung und des Agrarministeriums über neue Kriseninstrumente auch nur nachzudenken, führt die Milchviehbetriebe hingegen in den Ruin! Innerhalb von sechs Jahren befinden wir uns in der dritten Krise zum Milchmarkt.

 

Das reicht jetzt! Zukunft bedeutet Handeln!

Am nächsten Montag, dem 24. August 2015, beginnt deshalb eine Staffelfahrt von Aurich durch ganz Deutschland nach München.

Weiterhin werden die Landwirte am 7. September 2015 mit den europäischen Kollegen in Brüssel demonstrieren. Anlass ist die außerordentliche Agrarministerkonferenz zur derzeitigen Krise.
Es fahren Busse zur Abschlusskundgebung am 01.09.215 in München und zur Demonstration in Brüssel!

• Über Aktionen und Proteste von Milchbauern in ganz Europa berichtet deren Bundesverband auf seiner Webseite.

• Wie die Lage auf Milchhöfen in der Bundesrepublik derzeit ist, erklärte Karin Mansholt, Milchbäuerin auf der Krummhörn, am 28. Juli im Deutschlandradio (dort kann der achtminütige Radiobeitrag auch nachgehört werden).

• Dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Grenzblockaden, die für Karin Mansholt durchaus nachvollziehbar sind, "nicht in Ordnung" findet und wie er 'rumeiert', wenn er darauf angesprochen wird, dass die von ihm hoch gelobte Exportorientierung der dt. Landswirtschaft viele Bauern grad in den Ruin treibt, ist im Deutschlandradio-Interview vom 29. 7. mit ihm nachzulesen. 

Anmeldung zu den Bussen bitte bei Andrea Sweers, Tel. 0176-20812393.Das Bild zeigt ein Mahnfeuer mit Kühen auf der Wiese im Hintergrund

(Der Text der Meldung zu den Mahnfeuern entspricht weitestgehend der Pressinformation des Bundes dt. Milchviehhalter in Niedersachsen vom 18. August 2015)

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