Solidarität mit den Milchbauern!

Bäuerinnen und Bauern und Delegierte des Agrarbündnis Niedersachsen übergaben am 16. September im Rahmen ihrer Aktionen vor der Hannoverschen Marktkirche ein Papier an Landwirtschaftsminister Meyer, in dem sie eine „Politik für eine vielfältige, faire, bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft in Niedersachsen" fordern und „für wirtschaftliche Perspektiven im Bündnis mit der Gesellschaft" eintreten.

Erwerbslose, Niedrigverdiener und prekär Beschäftigte bekräftigen ihren Zusammenhalt mit den Milchbauern, der bereits seit der letzten „Milchkrise" vor fast zehn Jahren aufgebaut wurde. In vielen gemeinsamen Aktionen und Positionspapieren haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass zu einem menschenwürdigen Existenzminimum ein Einkommen gehören muss, mit dem Lebensmittel zu einem fairen Preis bezahlt werden können.

Wir wehren uns gegen Dumpingpreise der Discounter und Supermärkte, die bäuerliche Landwirtschaft zerstören und die menschenunwürdigen Hartz-IV-Sätze auch noch als Rechtfertigung dafür missbrauchen. Die Bauern brauchen existenzsichernde Preise für ihre Erzeugnisse, und wir brauchen ein Einkommen, mit dem wir diese Preise bezahlen können.

Wir freuen uns, dass die Bäuerinnen und Bauern des Agrarbündnis Niedersachsen in ihren Forderungen nicht nur die katastrophalen Auswirkungen der Industrialisierung und Exportorientierung der Landwirtschaftspolitik auf ihre Höfe selbst anprangern. Sie kritisieren darüber hinaus auch die üblen Ausbeutungspraktiken mit Werkverträgen, die zerstörerischen Folgen des Exports und Futtermittelimports für die „Entwicklungs"länder, die grausamen Folgen der industriellen Massentierhaltung und die damit einhergehende Umwelt- und Grundwasserverseuchung.

Unterstützen wir die Bauern in ihrem aktuellen Kampf für eine vielfältige, faire, bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft! Unterstützen wir die Bauern darin, eine wirtschaftliche und solidarische Perspektive im Bündnis mit der Gesellschaft zu entwickeln!

Plenum der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO)
am 30.09.2015

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