Religiöse Minderheiten im Störfeuer der ISIS

Wir dokumentieren die Veranstaltungsankündigung wie uns diese von IBIS übermittelt wurde:

Religiöse Minderheiten im Störfeuer der ISIS. Ein Vortrag mit Hayri Demir

Nach dem Sturz des Regimes von Saddam Husseins im Jahr 2003 setzten viele Menschen ihre Hoffnungen in eine langfristige Demokratisierung des krisengeschüttelten Landes. Doch seit Anfang des Jahres wurden mehrere Städte im Irak durch die islamistische Organisation ISIS besetzt und dabei verschiedene schiitische, christliche und sufistische Moscheen und Heiligtümer zerstört.

Das Ziel der seit 2003 existierenden Terrororganisation besteht in der Errichtung eines islamischen Reiches, das Jordanien, Israel, Syrien und den Irak umfassen soll. Jüngst hat die Organisation in einer im Internet veröffentlichten und mehrsprachigen Audiobotschaft ein „Kalifat" ausgerufen - einer vor fast hundert Jahren verschwundene islamische Regierungsform.

Das Land versinkt zusehends ins Chaos, mehr als eine Million Iraker_innen sind inzwischen auf der Flucht in den Nordirak. Bislang zeichnet sich keine politische Lösung ab. Über die aktuelle Situation im Irak und über mögliche Zukunftsperspektiven wird Hayrî Demir berichten. Demir wurde 1991 als zweites Kind êzîdîscher Kurden in Deutschland geboren und studiert Rechtswissenschaften an der Universität Hannover und ist freiberuflicher Journalist. Er berichtet für verschiedene Medien über die Situation im Irak, u.a. für das Nachrichtenportal ezidipress.com, dessen Chefredakteur er ist.

Der Vortrag findet am
Donnerstag, den 07. August um 17:30 bei IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. (Klävemannstraße 16) statt.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind gerne gesehen.

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