Jobcenter: Quasi-Automatisch gesenkter Mietzuschuss oft abgewehrt

Das Jobcenter darf die von ihm anerkannten Mietkosten nur dann absenken, wenn eine menschenwürdige Wohnung auch tatsächlich zu einem geringeren Preis erreichbar ist, wenn z. B. günstigerer Wohnraum tatsächlich zu finden und anzumieten ist, wenn ein Umzug von den Betroffenen tatsächlich gesundheitlich leistbar ist und auch nur dann, wenn der Umzug in einen anderen Stadtteil mitbetroffenen Kindern mit Blick z. B. auf ihr gewohntes Umfeld (Kita, Schule, Opa und Oma…) zumutbar ist.

Solche Aspekte ignoriert das Jobcenter immer wieder. Selbst ein Gutachten des Gesundheitsamtes, das den Umzug bei einem Beispiel für unzumutbar erklärte, wurde in Oldenburg unbeachtet in die Jobcenter-Akte gesteckt.
Aber was wir auch sehen konnten: Mehrfach wurde das Jobcenter dabei in diesem Jahr bereits von Betroffenen mit Unterstützung der ALSO-Beratung ausgebremst - und das auch ohne dass erst noch das Gericht eingeschaltet werden musste.

Merke:

Das Jobcenter handelt in vielen Fällen zwar so als gäbe es einen Automatismus der es ihm erlaube, bei einer über der Wohngeldgrenzen (plus 10 Prozent) liegenden Miete den von ihm anerkannten Teil Unterkunftskosten auf diese erweiterte Mietobergrenze zu senken.

Doch aus Sicht der ALSO-Beratung stellen wir fest: Für einen derartigen automatischen Zwangsmechanismus, der immer und überall angewandt werden müsste und dürfte, gibt es keine gesetzliche Grundlage.

Sprecht uns gern an, wenn Ihr Euch auch in einer wie hier geschilderten Situation seht.
Lest auch gern das hier frei herunter zu ladende Infoblatt der ALSO (PDF, 120 kb) zu den Wohnkosten beim Arbeitslosengeld II.

Eure ALSO

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