Immense Kosten elektrischer Warmwasserbereitung

Nachweis über Stromspar-Check

Die Stromkosten sind in den zurück liegenden Jahren explodiert. Besonders heftig wirkt sich das in Privathaushalten aus, wenn das Leitungswasser elektrisch erhitzt wird. Die vom Jobcenter in diesen Fällen zu zahlende Mehrbedarfs-Pauschale (§ 21, 7 SGB II) von neun Euro je Monat reicht dafür meist nicht aus. Energieberater rechnen mit Kosten von rund 200 €/Jahr. Diese tatsächlichen Kosten haben Jobcenter und Sozialamt zu übernehmen, wenn sie nachgewiesen werden.

Diesen "Nachweis" zu führen ist aus Sicht der ALSO-Beratung möglich, denn die Caritas bietet an, die Strom-Verbrauche im Haushalt kostenlos zu untersuchen (= "Stromspar-Check") und beziffern im Rahmen der dabei erstellten Dokumentation auch die für die Warmwasserbereitung entstehenden Stromkosten.

Das Jobcenter Oldenburg verweist seit langem auf dieses Angebot der Caritas und sollte die Ergebnisse der von ihnen genannten Berater daher anerkennen.
Dieser Nachweis ist aus unserer Sicht geeignet und völlig ausreichend um den Warmwasserbereitungsstromverbrauch nachzuweisen (und den konkreten Mehrbedarfsbetrag durch Jobcenter und Sozialamt zu übernehmen), denn ein "Nachweis" soll einen bestimmten Sachverhalt glaubhaft machen (es muss also kein "Beweis" geführt werden, was eine deutlich höhere Anforderung darstellen würde). Diese Nachweis-Anforderung erfüllt die Dokumentation der Haushaltsprüfung und der dort gefundenen Stromverbraucher durch die Caritas eindeutig.

Tipp:
Wenn die Warmwasserbereitungskosten bislang noch nicht im Alg-II-Bescheid berücksichtigt werden, ist ein Überprüfungsantrag noch im Dezember 2014 zu empfehlen, da mit diesem noch die Bescheide für die Zeit bis zum 1. Januar 2013 rückwirkend überprüft werden können. Ab Januar 2015 ist diese Überprüfung wegen eines im Bereich von Hartz IV/SGB II geltenden Sonderrechtes gegen einkommensarme Menschen nur noch rückwirkend bis zum 1. Januar 2014 möglich.
(Gemeint ist hier die Einschränkung der Möglichkeit falsche Behördenentscheide berichtigen zu lassen, die im allgemeinen Sozialrecht für rund vier Jahre möglich ist, bei Hartz IV und Sozialhilfe aber nur bis zum 1. Januar des Vorjahres.) 

Mit anderen Erwerbslosen und Initiativen fordert daher die ALSO:Das Bild zeigt die Schwarze Katze der unabhängigen Erwerbsloseninitiativen, di eursprünglich von nord-amerikanischen Basisgewerkschaften stammt.

Kein Sonderrecht im Jobcenter!

und unterstützt die dazu entwickelte Kampagne "AufRecht bestehen".

Mehr Infos zur Kampagne findet Ihr hier wie auch an verschiedenen Stellen der ALSO-Seite.

Seht zu den Stromkosten für die Warmwasserbereitung auch den Beitrag auf der ALSO-Seite vom ersten September 2014.

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