25.000 Menschen auf der "Wir haben Agrarindustrie satt!"-Demonstration

Bericht der ALSO-AktivistInnen aus Berlin

In zwei Bussen, organisiert von ostfriesischen Milchbauern, machten sich auch einige Aktivisten der ALSO auf nach Berlin zur „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration. Wir haben dort für eine Verknüpfung der Aktionen zu ökologischen Fragen mit der sozialen Frage geworben.

Berlin Demo 2013

Mit einem kleinen aber feinen Block machten wir mit zwei Transparenten (vielen Dank an die TrägerInnen!), Fahnen und einem Flugblatt auf die herrschende Abwärtsspirale von Hartz IV, Niedriglöhnen, niedrigen Erzeugererlösen und Discounterpreisen aufmerksam. (Unser Flugblatt gibt es hier als pdf-Datei zum downloaden.)

Berlin Demo 2013

Bei Sonne und klirrender Kälte waren wir Teil eines lauten, bunten und sehr kreativen Demonstrationszuges, in dem wir auch mit unseren Forderungen viel Aufmerksamkeit fanden. Das merkten wir in vielen Gesprächen z. B. beim Verteilen unserer Flyer, auch wenn diese Forderungen in der Presse eher selten vorkamen. Aber wir arbeiten dran.

Im Anschluss an die Demonstration folgten wir einer Einladung zum Supp'n Talk der Heinrich-Böll-Stiftung, wo Initiativen und Aktive aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt über Aktionen und Kampagnen berichteten, von ihren Demos und Erfolgen. Es war sehr ermutigend zu sehen, wie viele unterschiedliche Menschen, sich weltweit für eine solidarische, gerechtere und ökologischere Welt einsetzen.

Berlin Demo 2013

Die vielen Berichte gerade von bäuerlichen Basisgruppen und -organisationen machte die Untrennbarkeit des Sozialen vom Ökologischen offenkundig. Der Verlust der Ernährungsgrundlage, weltweit und in Europa, ist Folge der Vertreibung der Bevölkerung von ihrem Land im Zuge der Landnahme der Agrarindustrie. Die Verarmung bei Einkommen und Lebensqualität breiter Bevölkerungsschichten wie auch der Artenvielfalt („Biodiversität") gehören zusammen wie zwei Seiten einer Münze.

Einen kleinen Eindruck von der Breite der Diskussion und der Vernetzung mag die Übersicht über die Gruppen geben, die sich nach der Demo gegenseitig von ihren Aktivitäten berichteten.siehe http://www.wir-haben-es-satt.de/start/programm/suppn-talk/programm/

Fazit: Diese auch sehr internationale Demonstration hat mal wieder deutllich gezeigt:

Der Neoliberalismus ist nicht alternativlos und es gibt großen weltweiten Widerstand !


Netzfundstücke mit ALSO-Bezügen:

Stuttgarter Zeitung Kältemarsch gegen die Agrarindustrie bezugnehmend darauf www.oldenburger-lokalnachrichten.de mit ihrem Pressespiegel vom 21. Januar, wobei nun ja wer obigen Demobericht gelesen hat, weiss ja das alles irgendwie anders war...

Ein Video auf Youtube.com von BGEBote vermittelt nicht nur einen filmischen Eindruck unseres Frontbanners, sondern auch von der Demo.

Ein kleines Filmchen ebenfalls bei youtube, vorgestellt beim Suppn Talk nach der
"Wir haben es satt!"-Demo gestern in Berlin.


Auszug aus der Pressemitteilung der Organisatoren:

Großdemonstration in Berlin fordert Abkehr von Agrarindustrie

Berlin, 19. 1. 13 | Zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin, haben 25.000 Menschen in der Hauptstadt mit einer Großdemonstration grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto „Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ zogen bereits im dritten Jahr in Folge die Teilnehmer mit Transparenten und in teils phantasievollen Kostümen vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt. 70 Traktoren und Imkerfahrzeuge aus dem ganzen Bundesgebiet begleiteten den Protest. Bauern, Verbraucher und Imker demonstrierten gemeinsam dafür, nicht die Interessen der Industrie in den Mittelpunkt der Politik zu stellen sondern die Interessen von Verbrauchern und Landwirten, der Tiere sowie des Natur- und Umweltschutzes

mehr Infos gibt es auch auf www.wir-haben-es-satt.de

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