1. 11. 2014 - Solidaritätstag

InitiatorInnen des Aufrufes sind der Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK)Logo Solidarität mit Rojava mit Hinweis zum Aktionstag 1. 11. 14
und die Interventionistische Linke (iL). Zur Begründung schreiben diese:

"Solidarität mit Rojava. Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?
Seit drei Jahren entsteht in den überwiegend kurdischen Gebieten Nordsyriens („Rojava" genannt) ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt.

Geschützt wird diese demokratische Selbstverwaltung von den Selbstverteidigungskräften Rojavas, der YPG und den Fraueneinheiten der YPJ. Es waren diese Einheiten, die gemeinsam mit der PKK êzidische KurdInnen im September vor der menschenverachtenden Organisation Islamischer Staat (IS) aus dem Shengal-Gebirge gerettet haben.
Die Demokratische Autonomie der Städte und Gemeinden Rojavas ist für viele Menschen im Nahen und Mittleren Osten zu einem Hoffnungsträger geworden. Sie beweist, dass ein friedliches Zusammenleben sowie eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft möglich sind. Genau diese fortschrittlichen Inhalte ziehen den Hass des IS auf sich. Angesichts des Terrors des IS sind die Menschen von Rojava bereit, ihr Leben für die gemeinsame Verteidigung einzusetzen. …

Die Regierungen reden zwar von Hilfe, aber verfolgen nur ihre eigenen geopolitischen Interessen.
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass wir uns nicht auf die Staaten verlassen dürfen.

Es ist allerhöchste Zeit, nicht nur von der Solidarität mit den Menschen in Rojava zu reden, sondern sie auch in die Tat umzusetzen. Die Commune von Rojava muss erhalten bleiben – dies ist nur mit der Selbstverteidigung möglich.

Mit unserer Unterschrift spenden wir für die Selbstverteidigungskräfte – YPG/YPJ – in Rojava und rufen alle auf, dies ebenfalls zu tun. Lasst die Menschen in Rojava nicht allein, zeigt eure Solidarität!"

Pressekonferenz am 28. 10. 2014

Zur Pressekonferenz am 28. 10. 2014 in Berlin legten sie eine umfangreiche Pressemappe (PDF, 100 kb) mit weiteren Informationen zu den InitiatorInnen, den Namen der mehr als 70 bekannten Erst-UnterstützerInnen und dem Spendenkonto vor. Zur Begründung ihres Mitwirkens schreibt dort z. B. die Verlegerin Hanna Mittelstädt:

"Jeder Krieg richtet sich gegen die Zivilgesellschaft! Dass es in dieser durch den Krieg angegriffenen Zivilgesellschaft Kämpfe nicht nur um das reine Überleben gibt, sondern auch neue Strukturen des Zusammenlebens entwickelt werden, das gilt es zu publizieren und zu schützen. Jenseits der Machtpolitik der kriegsführenden Parteien geht es darum, ganz unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Religion und Überzeugung in einer katastrophalen und verworrenen Situation ein gemeinsames Leben zu ermöglichen, das sie selbst bestimmen können!"

Mehr Informationen seht auch bei facebook unter
https://www.facebook.com/solidaritaet.mit.rojava

Ein Dossier zum demokratischen Aufbruch im kurdischen Teil Syriens unter dem Titel

"EXPERIMENT ROJAVA - Beobachtungen in den syrischen Kurdengebieten"

brachte der Deutschlandfunk am 5. 12. 2014. Das Manuskript zur Sendung wie auch den Radiobeitrag gibt es noch zum Nachhören beim D-Radio.

Beeindruckende Filmberichte zum kurdischen Befreiungskampf gegen den IS, über die Ökonomie und Gewaltherrschaft des IS in den von diesen beherrschten Regionen und auch die Politik bezüglich des Status der Kurden in der Türkei finden sich im ARTE-TV-Programm hier:
http://programm.ard.de/TV/arte?datum=10.02.2015&hour=20&sender=28724

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