Energiewende sozial gestalten

Die Energiewende in Deutschland schreitet voran, wenn auch mit Hindernissen. Unter anderem wird sie für viele einkommensschwache Haushalte zur Belastung, weil diese die Kosten z. B. für die EEG-Umlage oder energetische Gebäudesanierung nicht tragen können. Es droht „Energiearmut" - unbezahlte Rechnungen, Strom- und Gassperren, die Verdrängung aus sanierten Wohnungen.

„Dann müssen sie eben lernen, nicht so viel Energie zu verschwenden", ist eine gängige Antwort. Doch so einfach ist es nicht...

Das Forum Soziale Energiewende hat sich in Oldenburg gegründet, weil wir nicht wollen, dass die Energiewende die gesellschaftliche Ausgrenzung verstärkt. Ein Forumssprecher erklärt: Dafür wollen wir uns auch vor Ort einsetzen - bevor sich vielleicht irgendwann Bundesgesetze ändern. In unserer Broschüre „Die im Dunkeln sieht man nicht - Wohnungsversorgung und Energiewende sozial gestalten" zeigen wir, wie in Oldenburg sofort gehandelt werden kann. Die Broschüre kann über die ALSO bezogen werden.

Kontakt: Forum Soziale Energiewende
c/o Arbeitslosenselbsthilfe (ALSO), Donnerschweer Str. 55, 26123 Oldenburg
Telefon: 0173 1549535, E-Mail: baettig@freenet.de

Veranstaltungsankündigungen – Die Energiewende sozialer gestalten:
Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten:

1. Der „Hartz-IV-Regelsatz" - Unterversorgung eingeplant?

Bild Rudolf MartensEnergieschulden und Stromsperren, Mietobergrenzen und Zwangsumzüge - eine wachsende Zahl einkommensarmer Familien ist betroffen. Was sind die Ursachen, wie kann gegengesteuert werden? Was ist „angemessener" Energieverbrauch? Vortrag und Diskussion mit Dr. Rudolf Martens (links im Bild), Paritätischer Gesamtverband

Donnerstag, 20. November, 20 Uhr Café „Herz", Stedinger Str. 26/28, Oldenburg

2. Energiewende, aber fair?

Wie viel Energie verbrauchen ärmere Haushalte notwendigerweise? Wären Sozialtarife für das Basisgut Energie eine faire Lösung? Was können Beratungsangebote oder „Abwrackprämien" für Altgeräte bewirken? Helfen Prepaid-Zähler, Sperren zu vermeiden und den Verbrauch zu kontrollieren?
Vortrag und Diskussion mit Dr. Michael Kopatz, Wuppertal-Institut für Klima, Energie und Verkehr, Autor von „Energiewende, aber fair! Wie sich die Energiezukunft sozial tragfähig gestalten lässt".

Dienstag, 2. Dezember, 20 Uhr Café „Herz", Stedinger Str. 26/28, Oldenburg

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