Endstation Griechenland - Flucht in eine Sackgasse

Erfahrungsberichte von Clara Bünger und Panajotis Gavrilis

In Idomeni beschoss die mazedonische Militärpolizei Flüchtlinge auf griechischem Gebiet mit Tränengas und golfballgroßen Gummigeschossen. Aktivistinnen wurden von der Polizei und der griechischen Regierung kriminalisiert. Ab dem 24. Mai begann die Polizei auf Geheiß der griechischen Regierung, das Camp zu räumen. Hinter der Räumung steckt der Wille, jegliche Selbstorganisation von Geflüchteten zu unterbinden und unabhängige Camps zu schließen. Vor allem an diejenigen, die vor Krieg, Terror, Armut, Hunger und Verfolgung fliehen, sendet die Europäische Union mit dem politisch sowie juristisch umstrittenen „EU-Türkei-Deal" eine unmissverständliche Botschaft der Ausgrenzung. Nach dem Schließen der Balkanroute stecken mittlerweile rund 54.000 Geflüchtete in Griechenland fest. Sie kommen nicht weiter und müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen in den sogenannten „Hot Spots" auf den griechischen Inseln, auf der Straße oder in einem der offiziellen Flüchtlingslager ausharren. Die griechischen Behörden sind überfordert, unfähig oder manchmal auch unwillig, die Flüchtenden über das Asylverfahren zu informieren und Hilfe zu gewährleisten.

Die Veranstaltung soll durch persönliche Eindrücke und Erfahrungsberichte der Referent*innen Clara Bünger (Juristin) und Panajotis Gavrilis (Journalist) zeigen, wie der umstrittene „Eu-Türkei-Deal" umgesetzt wird und unter welchen menschenunwürdigen Umständen Refugees in Griechenland ausharren müssen. Darüber hinaus soll die Veranstaltung für die immer noch andauernde humanitär sowie rechtlich unhaltbare Situation von Flüchtlingen sensibilisieren. Oldenburger Rechtshilfe Die Veranstaltung wird unterstützt durch den DGB Region Oldenburg-Ostfriesland und erfolgt in Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.

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