Die ALSO schaute über den Tellerrand

Wir haben mit der Demo vor den Landtagswahlen in Niedersachsen deutliche Signale gesetzt für

Fyler Demo Hannover
  • Bauernhöfe statt Agrarfabriken
  • artgerechte Tierhaltung
  • faire Preise für die Bauern
  • faire Einkommen und Hartz IV-Sätze, damit sich alle fair erzeugte Produkte leisten können
  • eine bäuerliche ökologische Landwirtschaft mit Vielfalt statt Monokulturen
  • eine qualitätsorientierte, gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung und gentechnikfreies Saatgut
  • Mindestlöhne und soziale Arbeitsbedingungen in der Ernährungsbranche
  • Solidarität mit Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika

 

Große Chance für eine gesellschaftsfähige Landwirtschaft!

Demonstration von Bürgern und Bauern für neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen

Hannover, den 10. November 2012.

2.000 Bürger und Bauern demonstrieren heute in der Landeshauptstadt Hannover, um ein deutliches agrarpolitisches Zeichen für die Landtagswahlen im Januar 2013 zu setzen. Unter dem Motto: „Wir haben es satt! Bürger und Bauern für eine neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen“ hat ein breites Bündnis aus Landwirtschafts-, Umwelt-, Imker-, Tierschutz-, Verbraucher-, Eine-Welt-Organisationen und Bürgerinitiativen zu dieser Demonstration aufgerufen. Der Zug durch Hannover wird von Treckern, Schrotttrommlern und Sambagruppen laut und phantasievoll begleitet. „Wir erwarten von der neuen Landesregierung in Niedersachsen, dass sie sich entschlossen gegen den Zwang des Wachsens oder Weichens in der Landwirtschaft stellt. Wir fordern agrarpolitische Rahmenbedingungen, die eine qualitativ hochwertige Lebensmittelerzeugung, tiergerecht, gentechnikfrei, klima- und umweltverträglich und solidarisch mit den Kleinbauern in der Welt zu fairen Preisen ermöglicht“, so Georg Janßen aus Lüneburg, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Namen des Bündnis.

Janßen weiter:

„Die bisherige Landesregierung versucht einen politischen Spagat. Auf der einen Seite will sie die Interessen der Agrarindustrie bedienen. Diese Politik führt in die Sackgasse, zu immer größeren Höfesterben und Problemen in den ländlichen Regionen. Und zeitgleich wachsen die berechtigten Proteste der Bürgerinnen und Bürger gegen die Auswüchse einer agrarindustriellen Produktion wie gesundheitliche Risiken oder Monokulturen statt ökologische Vielfalt in den Landschaften. Wir fordern die neue Landesregierung auf, sich nicht von agrarindustriellen Profitinteressen leiten zu lassen. Die Agrarindustrie degradiert die Bauern zu billigen Vertrags-Rohstofflieferanten und macht die Lebensmittelerzeugung zu einer Ramschware. Und das in einer Zeit, wo es nicht abzusehen ist, ob sich die Schuldens- und Finanzkrise weiter zu einer sozialen Krise verschärft. Euros kann man aber nicht essen. Eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft sichert unsere Lebensgrundlagen. Wir fordern von der neuen Landesregierung ein grundlegendes mutiges Umdenken. Landwirtschaft muss gesellschaftsfähig werden! Die Chance für einen Neuanfang liegt auf der Hand: Statt die Grabenkämpfe zwischen Bürgern und Bauern in vielen Regionen Niedersachsens zu vertiefen, können beide Seiten aufeinander zugehen. Wir schlagen vor, dass Bürger und Bauern, Handwerker, Verarbeiter sowie der Lebensmittelhandel zusammen mit der neuen Landesregierung einen Generationenvertrag für Stadt und Land in ganz Niedersachsen öffentlich diskutieren und beschließen. Viele Bäuerinnen und Bauern zeigen schon heute, dass eine bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft kein Romantikbild von gestern sondern eine moderne Zukunftslandwirtschaft ist, die auf Verbraucherwünsche, Kritik und Ängste Rücksicht nimmt. Genügend Bürgerinnen und Bürger sind bereit, diese Zukunftslandwirtschaft zu unterstützen und dafür faire Preise zu zahlen. Wir werden die Politikerinnen und Politiker daran messen, ob sie ernsthaft für diese Zukunftslandwirtschaft eintreten. Eine Wahlempfehlung wird unser Bündnis nicht abgeben, aber für uns ist klar: Wer Bürger, Bauern und Tiere quält, der wird am 20.Januar 2013 nicht gewählt!“

V.i.S.d.P.: Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer und Leiter der Demonstration in Hannover. AbL-Büro, Heiligengeiststr. 28, 21335 Lüneburg. T. 04131 – 407757

Mobil: 0170 – 4964684 Email: janssen@abl-ev.de

Alle Informationen zum Bündnis im Internet unter www.wir-haben-es-satt.de/Hannover

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