Bündnis Oldenburg gegen Rechts

Geh-Dächtnis
Demonstrativer Stadtrundgang mit kritischen Einblicken

Das Bündnis gegen Rechts Oldenburg ruft am 7. Juli 2012 ab 11 Uhr zu einem demonstrativen Stadtrundgang in Oldenburg auf. An verschiedenen Stationen wird an Ereignisse erinnert, bei denen in Oldenburg Diskriminierung und Ausgrenzung stattgefunden haben. Unser Blick ist nach vorne auf eine Zukunft gerichtet, in der sich die Menschen untereinander wertschätzen.

Die erste Station wird der Oldenburger Hauptbahnhof sein. Dort wird auf die Rolle des Bahnhofs bei Deportationen aus Oldenburg (Menschen jüdischen Glaubens) und nach Oldenburg (Zwangsarbeiter_innen, Migrant_innen) aufmerksam gemacht. An der zweiten Station, in der Klävemannstraße bei IBIS e.V. wird über die Lage und das Schicksal von Flüchtlingen in Oldenburg informiert.

Die dritte Station führt zum herrschaftlichen Gebäude der Oldenburger Arbeitsagentur. Ein Grund über die Ausgrenzung durch Armut öffentlich zu sprechen. Am nahegelegenen Hafen wird an der vierten Station Diskriminierung aufgrund des Geschlechts thematisiert und z.B. über die Situation von Sexarbeiterinnen reflektiert. Die fünfte Station im Abraham-Gang klärt über das jüdische Leben in Oldenburg auf, über die Enteignung von jüdischen Familien und die Umbenennung von Straßen im Nationalsozialismus und heute.

Der Antisemitismus wird auch an der sechsten Station im Mittelpunkt stehen. Die Betreiberin des „Berliner Zimmer“, die gerne von den Oldenburger Medien wie die NWZ beworben wird, wird aufgrund ihrer Leugnung des Holocaust öffentlich wirksam kritisiert. Dem Antisemitismus wird in „bester Gesellschaft“ immer noch gefrönt. Die siebte Station führt direkt ins Zentrum der Fußgängerzone zum früheren Nazi-Hauptquartier, dem sogenannten „braunen Haus“ in der Wallstraße. Ausgehend von der historischen Situation in Oldenburg, wo die Nationalsozialist_innen schon 1932 an die Macht kamen, wird über aktuelle Entwicklungen des Rechtsradikalismus berichtet. An der achten Station wird an Zwangssterilisationen im Peter-Friedrich-Ludwig Hospital (PFL) erinnert und über deren Aufarbeitung durch die Stadt Oldenburg heute erzählt.

Der demonstrative Stadtrundgang findet am 7. Juli 2012 statt und startet um 11.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.

Folgende Route ist vorgeschlagen:

Bahnhofsvorplatz – Klävemannstraße – Stau – Staustraße – Schüttingstraße -Abraham – Burgstraße – Haarenstraße – Julius-Mosen-Platz – Kurwickstraße – Lange Str. – Staulinie – Moslestraße – Bahnhofsvorplatz

Wir laden alle Menschen ein, die Lust haben, etwas mehr über das Zusammenleben in Oldenburg zu erfahren, sich unserem Stadtrundgang anzuschließen und sich gleichzeitig Gedanken um eine Zukunft zu machen ohne jegliche Diskriminierung.

siehe auch Bündnis gegen Rechts

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