AbL: Bauern solidarisieren sich mit Streiks der Molkereibeschäftigten

Pressemitteilung & Soliadresse der AbL nach Bayern

Anlässlich der anhaltenden Warnstreiks der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bei bayrischen Molkereien in der Tarifauseinandersetzung um Lohnerhöhungen hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) eine Solidaritätsadresse an den NGG-Landesverband und an weitere Gliederungen der NGG geschickt.
Die AbL erinnerte daran, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) vor einigen Jahren selbst einen bundesweiten Milchstreik für faire Milcherzeugerpreise organisiert und dabei wichtige Solidarität auch aus den Reihen von NGG und von Molkerei-Betriebsräten erfahren habe.
„Es geht um faire Bezahlung von Milch und Arbeit", so der stellvertretende AbL-Bundesvorsitzende und Milchbauer Ottmar Ilchmann, „und es geht um eine gemeinsame Strategie, die die dafür notwendigen Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Milchbauern nachhaltig sichert."
Das Bild zeigt eine Weltkugel mit einem nebenstehendem Transi: Abzulehnen sei eine neoliberale Milchpolitik von Molkerei-Managern, die auf riskante und nicht kostendeckende Massen-Exporte in Drittländer setzten und bereit seien, hiesige bewährte soziale und ökologische Qualitäts-Standards einer inakzeptablen Freihandelsideologie zu opfern. Gerade in der jetzigen Milchmarktkrise mit ihren anhaltend ruinösen Erzeugerpreisen dürften sich Bauern und Arbeitnehmer von Managern und Verbänden der Milchindustrie nicht gegeneinander ausspielen lassen.

18. 10. 2015 (Bild AbL)
Eckehard Niemann, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Antwort der NGG in Bayern

Sehr geehrter Herr Niemann,
ich darf mich im Namen des NGG-Landesbezirks Bayern für Ihre Pressemitteilung vom 18.10.2015 und die damit verbundene Solidarität mit den ca. 14.000 Beschäftigten in der bayerischen Milchwirtschaft bedanken.
Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben wissen um den Wert der MILCH und fordern eine faire Bezahlung nicht nur für ihre eigene Arbeitsleistung, sondern auch für alle Milchbauern.
Es wird den Molkereien nicht gelingen, einen Spalt zwischen den Milchbauern und den Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft zu treiben.

Mit freundlichen Grüßen

Freddy Adjan
Landesbezirksvorsitzender

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Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten
Landesbezirk Bayern
Schwanthalerstraße 64
80336 München

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